Anmerkung

zu der Modifikation des Staatsprogramms gegen die Leute, die anderen Staaten unterworfen sind

1. Asylrecht besteht weiterhin nicht. Wenn jemand vor der eigenen Staatsgewalt oder dem Elend, das entsteht wenn die Imperialisten sich daran machen, den betroffenen Staat für ihre Zwecke zuzurichten flüchtet, dann kann er weiterhin nicht davon ausgehen in Deutschland eine sichere Bleibe zu finden. Die Entscheidung über gnädigen Umgang mit dem Asylgesuch behält sich die Regierung weiterhin vor, das Kriterium wird lediglich verstärkt die Brauchbarkeit der betroffenen Leute für die jeweils aktuellen Zwecke sein (siehe Politik bezüglich der Flüchtigen aus dem Kosovo). Der „Aufstand der Anständigen“, den die Regierung derzeit inszeniert, ist lediglich die Aufforderung an alle staatstreuen Bürger, sich zum staatlichen Gewaltmonopol – dazu zu bekennen, den Staat den Rassismus exekutieren zu lassen, nicht den braunen Pöbel. Flüchtlingslager anzuzünden war aber auch schon vor dem NPD-Verbot illegal, worum es geht ist zu verhindern, dass möglicherweise ganz nützliches Menschenmaterial (welche Unterscheidung der Pöbel nicht vorzunehmen vermag) ob der Gefahr für Leib und Leben den Standort meidet.

 

2. Die neue Maxime, was dem Standort nutzt darf rein, der Rest sind „Kanaken“, ist insofern nicht neu, dass die Leute sich am Gemeinnutzen messen lassen müssen. Als es noch hieß das Boot sei voll, war ebenso vorrausgesetzt, das dieses Boot nicht für „Kanaken“ gemacht ist. Der Übergang von der Unterscheidung nützlicher Ausländer von denjenigen, die eh nichts taugen, zu der selben Unterscheidung bei den Deutschen – Sozialschmarotzer vs. Anständiger Arbeiter – ist allerdings naheliegender als bei der Argumentation mit dem vollen Boot.

 

3. Jedes Messen der Leute am Gemeinnutzen, seien es Ausländer oder Deutsche, affirmiert diesen Gemeinnutzen. Daher ist jede Argumentation gegen Ausländer, eine Argumentation gegen das Proletariat. Die bürgerliche Ideologie des Gemeinnutzens, des gemeinsamen Anliegens der Nation, ist gegen das Proletariat gerichtet – Das nicht dem Staat unterworfene, genauso wie das eigene.

 

4. Die Geschichte der heutigen Sprachgrenzen, kulturellen oder völkischen Grenzen, ist keine Naturgeschichte irgendwelcher natürlichen Bestimmungen der Menschheit, sondern eine Geschichte der menschlichen Gesellschaft, eine Geschichte der Staatsgrenzen.

(chen)