Verwandlung von Geld in Kapital

(1)    Die allgemeine Formel des Kapitals.

a)     Geld ist das letztes Produkt der Warenzirkulation und die erste Erscheinungsform des Kapitals.

In G‑W‑G verwirklicht sich die Warenproduktion als auf Tauschwert gerichtete Produktion.

Die Ware ist Voraussetzung und Resultat des Kaptials.[1]

b)     Geld zirkuliert als Kapital G‑W‑G: Es wird gekauft um zu verkaufen.[2]

Geld wird gegen Geld getauscht. Dabei sind zwei Phasen und zwei Charaktermasken beteiligt.

c)      Geld ist nur qualitativ bestimmt.

Beim Austausch kommt es daher allein auf die Wertveränderungen an.

Das Geld wird nicht ausgegeben, sondern nur vorgeschossen. Ausgangs- und Endpunkt der Zirkulation G‑W‑G sind qualitativ identisch, sie haben dieselbe ökonomische Form. Es kann beim Austausch daher nur auf die Größenordnung ankommen und der Prozess ist daher endlos und maßlos.

d)     Der Kapitalist ist der bewusste Träger dieser Bewegung.

Der objektive Inhalt der Austauschbewegung ist der subjektive Zweck des Kapitalisten.

e)      Das Kapital ist sich selbst verwertender Wert und nimmt in diesem Prozess die Existenzweisen von Ware und Geld an.[3]

Im Prozess der Kapitalverwertung ist der Wert Subjekt der Metamorphose.[4]

Der Begriff des Werts ist der abstrakteste Ausdruck des Kapitals.[5]

f)       Als prozessierender Wert (bzw. prozessierendes Geld) läuft die Kapitalbewegung auf G‑G’ hinaus.

G‑W‑G’ ist die vollständige Kapitalbewegung vom Standpunkt der Zirkulation. Sie ist die Bewegung des Kaufmannskapitals, der industriellen Kapitals wie auch des zinstragenden Kapitals, in dem sich die Bewegung abgekürzt als G-G’ darstellt.

(2)    Widersprüche der allgemeinen Formel.

a)     Umkehrung der Reihenfolge

b)     Als bloßer Formwechsel kann der Austausch keinen Wert erzeugen.

c)      Austausch von Nicht-Äquivalenten

d)     Handels- und Wucherkapital

e)      Mehrwertproduktion kann nicht der Zirkulation entspringen.

(3)    Kauf und Verkauf der Arbeitskraft

a)     Die Wertveränderung muss sich in einer Ware abspielen (also nicht im Austauschakt).

Diese Ware wird mit der Arbeitskraft gefunden.

Der Austausch zwischen Arbeit und Kapital geschieht in Übereinstimmung mit dem Wertgesetz.[6]

b)     Bedingungen, um Arbeitskraft kaufen zu können.[7]

c)      Bedingungen für die Existenz von Waren.[8]

d)     Wert der Ware Arbeitskraft.[9]

e)      Die Konsumtion der Arbeitskraft

f)       Die Sphäre der Zirkulation.[10]



[1] Resultate 91ff; 26.3/108; 36/194f; 39/428f.

[2] Vgl. 13/69ff; 23/125ff; 24/70, 354, 488f; 42/180.

[3] Vgl. 24/351ff; 42/190, 521.

[4] Vgl. 24/109f; 26.3/128f; 42/190f, 383, 520f.

[5] Vgl. 42/667.

[6] Vgl. 23/165, 208, 556, 609; 26.1/43ff, 291; 26.3/8ff; 42/183ff.

[7] Vgl. 16/294f.

[8] Vgl. 13/37, 630; 16/123; 19/211ff; 22/372ff; 26.1/276; 26.3/264f, 283ff.

[9] Vgl. 4/83; 6/594ff; 16/134f, 237, 263, 294; 23/207.

[10] Vgl. 29/317f.