Die Ware

Zum Einstieg

Die zwei Faktoren der Ware

(1)    Was heißt »Kritik der politischen Ökonomie«?

(2)    Was ist der Gegenstand des ›Kapital‹?

(3)    Zu Entwicklung und Umfang der Marxschen Kritik:

Die wichtigsten Texte von Marx und Engels sind unten angeführt. Das Kapital, das Marx selbst nicht vollständig ausarbeiten konnte (Band 2 ist aus verschiedenen Marxschen Manuskripten von Engels zusammengestellt worden; Band 3 zudem an vielen Stellen noch auf einem frühen Stadium der Bearbeitung), war nur ein Teil im ursprünglichen Plan von Marx: »Die ganze Scheiße soll zerfallen in 6 Bücher: 1.Vom Kapital. 2.Grundeigentum. 3.Lohnarbeit. 4.Staat. 5.Internationaler Handel. 6.Weltmarkt.« (Brief von Marx an Engels, 2.4.1858, MEW 29/312). Insbesondere zur Ausarbeitung der letzten drei Bücher ist Marx nicht mehr gekommen. Einige Elemente  wurden jedoch ins ›Kapital‹ mit aufgenommen. Insbesondere gilt dies für die vier Abschnitte des ersten Buchs: »a) Kapital en général […] b) Die Konkurrenz oder die Aktion der vielen Kapitalien aufeinander. c) Kredit, wo das Kapital den einzelnen Kapitalien gegenüber als allgemeines Element erscheint. d) Das Aktienkapital als die vollendete Form» (ebd.).[1]

(4)    Wie ist das Gerede von ›Schein‹ und ›Erscheinung‹ zu verstehen?

Z.B.: Die Gesellschaft »erscheint als eine ungeheure Warensammlung« (S.49). »Der Tauschwert erscheint … als das quantitative Verhältnis…« (S.50). »Im Austauschverhältnis der Waren selbst erschien uns…« und passim.

(5)    Was ist der Gebrauchswert?

Was sind Bedürfnisse? Was ist Nützlichkeit? Welche Rolle spielt die Warenkunde? Gibt es angesichts von Konsumterror und Werberummel überhaupt noch Gebrauchswerte?

(6)    Was ist der Tauschwert?

Was ist das ›Gemeinsame‹? Welche Eigenschaften hat es? Ist der Tauschwert etwas Zufälliges und rein Relatives?

(7)    Was ist der Wert?

Was ist der Unterschied von Wert und Tauschwert? Was ist die Substanz des Wertes? Was ist seine Form? Was seine Größe? Was hat die Marxsche Wertbestimmung mit Angebot und Nachfrage zu tun? Welche Dinge haben keinen Wert?

(8)    Was soll es heißen, dass die Ware Einheit von Gebrauchswert und Wert ist?

Warum kann der Wert nur im Austauschverhältnis erscheinen? Muss ein Gebrauchswert immer auch Wert haben? Muss eine Ware immer Wert haben? Gebrauchswert?

(Anmerkung: Dinge, die keine Waren sind, können trotzdem verkauft werden, als hätten sie einen.)

(9)    Wie hängen Wertgröße und Produktivkraft der Arbeit zusammen?

(10) Zum Ausgangspunkt der Analyse (aus MEW 19):

»Wovon ich ausgehe, ist die einfachste gesellschaftliche Form, worin sich das Arbeitsprodukt in der jetzigen Gesellschaft darstellt, und dies ist die ›Ware‹. Sie analysiere ich, und zwar zunächst in der Form, worin sie erscheint. Hier finde ich nun, daß sie einerseits in ihrer Naturalform ein Gebrauchsding, alias Gebrauchswert ist; andrerseits Träger von Tauschwert, und unter diesem Gesichtspunkt selbst ›Tauschwert‹. Weitere Analyse des letzteren zeigt mir, daß der Tauschwert nur eine ›Erscheinungsform‹, selbständige Darstellungsweise des in der Ware enthaltnen Werts ist, und dann gehe ich an die Analyse des letzteren. … Wenn man die ›Ware‹ ‑ das einfachste ökonomische Konkretum ‑ zu analysieren hat, hat man alle Beziehungen fernzuhalten, die mit dem vorliegenden Objekt der Analyse nichts zu schaffen haben. Was aber von der Ware, soweit sie Gebrauchswert, zu sagen ist, habe ich daher in wenigen Zeilen gesagt, andrerseits aber die charakteristische Form hervorgehoben, in der hier der Gebrauchswert - das Arbeitsprodukt – erscheint […] Es wäre […] reine Faselei, bei Analyse der Ware ‑ weil sie sich einerseits als Gebrauchswert oder Gut, andrerseits als ›Wert‹ darstellt ‑ nun bei dieser Gelegenheit allerlei banale Reflexionen über Gebrauchswerte oder Güter ›anzuknüpfen‹ « (19/369f)

Der Doppelcharakter der Arbeit

(1)    Was ist konkrete Arbeit?

Was ist nützliche Arbeit? Welche Arbeit wäre nicht nützlich? Was ist mit dem Terminus über die Art der Arbeit gesagt?

(2)    Wie hängen nützliche Arbeiten, Arbeitsteilung und Warenproduktion zusammen?

Dazu: »Wäre die Arbeit unmittelbar gesellschaftliche, d.h. gemeinsame Arbeit, so erhielten die Produkte den unmittelbar gesellschaftlichen Charakter eines Gemeinprodukts für ihre Produzenten, aber nicht den Charakter von Waren füreinander.« (Kapital, 1.Auflage, S.32) Der Gebrauchswert muss in der warenproduzierenden Gesellschaft aber durch den Austausch erst vermittelt werden. Gesellschaftliche Arbeit kann nur vergegenständlichte Form haben.

(3)    Gibt es im Kommunismus Arbeitsteilung?

(4)    Spielt der Gebrauchswert im Kapitalismus keine Rolle?

Dazu: »Nur ein vir obscurus, der kein Wort des ›Kapitals‹ verstanden hat, kann schließen: Weil Marx in einer Note zur ersten Ausgabe des ›Kapitals‹ allen deutschen Professoralkohl über ›Gebrauchswert‹ im allgemeinen verwirft und Leser, die etwas über wirkliche Gebrauchswerte wissen wollen, auf ›Anleitungen zur Warenkunde‹ verweist, - daher spielt der Gebrauchswert bei ihm keine Rolle. Er spielt natürlich nicht die Rolle seines Gegenteils, des ›Wertes‹, der nichts mit ihm gemein hat, als daß ›Wert‹ im Namen ›Gebrauchswert‹ vorkommt. Er hätte ebensogut sagen können, daß der ›Tauschwert‹ bei mir beiseite gesetzt wird, weil er nur Erscheinungsform des Wertes, aber nicht der ›Wert‹ ist, da für mich der ›Wert‹ einer Ware weder ihr Gebrauchswert ist, noch ihr Tauschwert.« (19/369)

(5)    Was ist der Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur?

Wie wird er vermittelt? Was folgt daraus für den Kapitalismus? Für andere Gesellschaftsformen?

(6)    Wie hängen nützliche Arbeit und Warenwert zusammen?

(7)    Wie geht Marx damit um, dass nicht jede Arbeit so gut wie jede andere ist, sondern scheinbar manche Arbeit mehr Wert erzeugt als andere?

(8)    Kann man aus der Definition der multiplizierten Arbeit die unterschiedlichen Lohnhöhen ableiten?

(9)    Hat Arbeit Wert?

Was ist der Unterschied von Arbeit und Arbeitskraft?

(10) Was ist abstrakte Arbeit?

Ist abstrakte Arbeit eine andere Art von Arbeit als die konkrete? Wie sieht abstrakte Arbeit aus?

(11)  Wie hängen Produktivkraft, stofflicher Reichtum und Wert der einzelnen Waren zusammen?

(12) Konkrete und abstrakte Arbeit bilden eine Einheit.

Was ist darunter zu verstehen?


Die Wertform

(1)    Wie ist das Kapitel aufgebaut?

In welcher Folge erscheinen die Wertformen? Wie hängt das Kapitel mit den vorangehenden zusammen?[2]

(2)    Wie drückt sich der Widerspruch von Wert und Gebrauchswert in der Ware aus?

Was ist die Naturalform? Was soll es heißen, dass der Begriff der Ware einen Widerspruch enthält? Wie kann der Widerspruch in einer Waren enthalten sein? Wie zeigt er sich?

(3)    Kann man einer Ware ihren Wert ›ansehen‹?

D.h.: Kann man ihn bestimmen, wenn man nur die fertige Ware gegeben hat? Kann man einer Ware ihren Gebrauchswert ansehen?

(4)    Was ist die einfache Wertform?

Warum können nicht auf beiden Seiten der Gleichung die gleichen Waren stehen? Ist es nicht Sophisterei, wenn Marx betont, dass sich Waren zwar die umgekehrte Stellung im Wertausdruck annehmen können, das aber zu einem anderen Wertausdruck führe? Was ist die »eigentliche Schwierigkeit«?

(5)    Warum tritt der zuvor analysierte Wert in der einfachen Wertform erstmalig in Erscheinung?

(6)    Worin drückt Ware A ihren Wert aus?

Warum kann die ihren Wert in der einfachen Wertform ausdrücken? Auf was bezieht sie sich als ihr Äquivalent? Was ist ein »Wertding«?

(7)    Wenn sich zwei Waren als Äquivalente gegenübertreten, was folgt daraus für die Arbeiten, die diese Waren erzeugt haben?

Ist die Reduktion der Arbeiten auf ihren gemeinsamen Charakter nur eine gedankliche Abstraktion?[3]

(8)    Nochmals: Wie hängen Wert und Arbeit zusammen? Welchen Wert hat Arbeit?

(9)    Was kann es bedeuten, dass der Wert einer Waren im Gebrauchswert einer andren ausgedrückt wird?

(10) Warum trennt Marx die qualitative von der (»außerdem«) quantitativen Bestimmung des Werts?

Warum gibt es in der Vulgärökonomie nur die quantitative Wertbestimmung?

Wie hängen Wechsel der Produktivkraft und Wertbewegungen zusammen?

(11)  Was ist die Äquivalentform?

Was heißt ›unmittelbare Austauschbarkeit‹? Warum enthält die Äquivalentform keine quantitative Wertbestimmung?

(12) Was sind die Eigentümlichkeiten der Äquivalentform? Wie hängen sie zusammen?

Handelt es sich bloß um Bestimmungen einer gedanklichen Abstraktion oder machen sich diese Eigentümlichkeiten in der Wirklichkeit geltend?


(13) Warum ist der Gebrauchswert das Gegenteil des Werts?

Warum kann eine Ware sich nicht auf sich selbst als Äquivalent beziehen? Inwiefern verbirgt die relative Wertform ein gesellschaftliches Verhältnis? Warum erscheint das gesellschaftliche Verhältnis als sachliche Eigenschaft des Gegenstandes? Was ist dieses gesellschaftliche Verhältnis?

(14) Entwickelt Marx eine Ökonomie der Zeit?

(15)      Konkrete Arbeit wird Erscheinungsform ihres Gegenteils, abstrakt menschlicher Arbeit.

Was heißt das? Inwiefern kann man von Gegenteil sprechen?

(16)      Warum ist die Privatarbeit das Gegenteil von Arbeit in unmittelbar gesellschaftlicher Form?

Warum ist die Privatarbeit Erscheinungsform dieses Gegenteils? Ist es richtig vom Wert als historischer Form gesellschaftlicher Arbeit zu sprechen?

(17)      Gebrauchswert und Wert sind Gegensätze und bilden in der Ware eine Einheit.

Was ist damit gemeint? Warum bilden sie einen Gegensatz, inwiefern eine Einheit?[4]

Ergibt sich die Wertform aus der Natur des Warenwerts oder umgekehrt?

(18)      Warum ist das Arbeitsprodukt immer Gebrauchswert, aber nur in bestimmten Gesellschaftsformen Ware?

(19)      Welches sind die Unzulänglichkeiten der einfachen Wertform?

(20)      Was ist die entfaltete Wertform?

Inwiefern behebt die entfaltete Wertform die Mängel der einfachen Wertform?

Was sind ›Wertkörper‹?

Warum zeigt sich nun ›unmittelbar‹, was zuvor schon in der einfachen Wertform steckte?

Was sind die Mängel der entfalteten Wertform?

(21)      Was ist die allgemeine Wertform?

Inwiefern stellt die allgemeine Äquivalentform die Wert einfach und einheitlich dar?

(22)      Hat sich die Entwicklung der Wertform historisch so durchgesetzt, dass erst die einfache und irgendwann später die entfaltete Wertform auf den Märkten anzutreffen war?

(23) Was ist ein allgemeines Äquivalent`?

Warum ist das allgemeine Äquivalent unmittelbar austauschbar?

Inwiefern wird die Äquivalentware zur Erscheinungsform menschlicher Arbeit überhaupt?

Inwiefern ist die allgemeine Wertform gesellschaftlicher Ausdruck der Warenwelt?

(24) Inwiefern entsprechen sich die Entwicklung von relativer Wertform und Äquivalentform?

(25) Warum bilden die beiden Pole des Wertausdrucks erst jetzt einen Gegensatz?

Worin besteht dieser Gegensatz?

Inwiefern ist der Widerspruch der Ware jetzt ausgedrückt in der Trennung aller Waren von einer?

(26) Warum schließt die Ware in allgemeiner Äquivalentform alle anderen Waren als Äquivalent aus?

(27) Was ist die Beziehung von allgemeinem Äquivalent und Geldware?

Welche Eigenschaften hat die Geldware?

Welches Verhältnis haben einfache Warenform und Geldform?

 



[1] Der Marxsche Plan hat sich natürlich im Laufe der Zeit geändert (Wer an der Geschichte interessiert ist, kann nachlesen bei Tuchscheerer, Bevor das Kapital entstand oder bei Roman Rosdolsky, Entstehungsgeschichte des Marxschen Kapitals. In den Vierzigern beabsichtigte Marx noch, nach abgeschlossener Kritik der politischen Ökonomie, sich anderen Bereichen zuzuwenden: »Ich werde daher in verschiednen selbständigen Broschüren die Kritik des Rechts, der Moral, Politik etc. aufeinanderfolgen lassen« (MEW 40/467). Es hat dann allerdings doch länger gedauert: »Ich bin so weit, dass ich in 5 Wochen mit der ganzen ökonomischen Scheiße fertig bin. Ça commence à m’ennuyer. Au fond hat diese Wissenschaft seit A. Smith und D. Ricardo keine Fortschritte mehr gemacht.« (Marx an Engels, 2.4.51 (!); MEW 27/228) »Ich bin froh, dass du mit der Ökonomie endlich fertig bist. Das Ding zog sich wirklich zu sehr in die Länge, und solange du noch ein für wichtig gehaltenes Buch ungelesen vor dir hast, solange kommst du doch nicht zum Schreiben.« (Engels an Marx; 3.4.51; MEW 27/233f)

[2] »Das entscheidend Wichtige aber war den inneren notwendigen Zusammenhang zwischen Wertform, Wertsubstanz und Wertgröße zu entdecken, d.h. ideell ausgedrückt, zu beweisen, dass die Wertform aus dem Wertbegriff entspringt.« (MEGA II.5)

[3] Vgl.: »Diese Reduktion erscheint als eine Abstraktion, aber es ist eine Abstraktion, die in dem gesellschaftlichen Produktionsprozeß täglich vollzogen wird. Die Auflösung aller Waren in Arbeitszeit ist keine größere Abstraktion, aber zugleich keine minder reelle als die aller organischen Körper in Luft. Die Arbeit, die so gemessen ist durch die Zeit, erscheint in der Tat nicht als Arbeit verschiedener Subjekte, sondern die verschiedenen arbeitenden Individuen erscheinen vielmehr als bloße Organe der Arbeit. Oder die Arbeit, wie sie sich in Tauschwerten darstellt, könnte ausgedrückt werden als allgemein menschliche Arbeit. Diese Abstraktion der allgemein menschlichen Arbeit existiert in der Durchschnittsarbeit, die jedes Durchschnittsindividuum einer gegebenen Gesellschaft verrichten kann, eine bestimmte produktive Verausgabung von menschlichem Muskel, Nerv, Gehirn usw. Es ist einfache Arbeit (3), wozu jedes Durchschnittsindividuum abgerichtet werden kann und die es in der einen oder andern Form verrichten muß.« (MEW 13/18)

[4] »Ich teile also nicht den Wert in Gebrauchswert und Tauschwert als Gegensätze, worin sich das Abstrakte, ›der Wert‹, spaltet, sondern die konkrete gesellschaftliche Gestalt des Arbeitsprodukts; ›Ware‹ ist einerseits Gebrauchswert und andrerseits ›Wert‹, nicht Tauschwert, da die bloße Erscheinungsform nicht ihr eigner Inhalt ist.« (19/369)